30.03.2020

Krisenalltag


Die Situation trifft uns nahezu unvermittelt. Auf einmal ist vieles anders und wir fragen uns, wann und ob unsere Welt wieder so sein wird, wie wir sie kannten. Doch Frust, Wut oder Angst nützten in dieser Situation überhaupt nichts. Wahrscheinlich werden die Zustände, denen wir derzeit ausgesetzt sind, Wochen andauern. Aber wenn alles gut läuft, handelt es sich in vielen Fällen nicht um Monate. Doch Voraussetzung für eine schrittweise Normalisierung der Lage ist, dass wir angemessen mit der Situation umgehen. Alles was wir zunächst tun müssen ist, den drastischen Maßnahmen, die uns momentan einschränken, verständnisvoll zu begegnen. Entschlossen müssen wir den jetzt an uns gestellten Anforderungen begegnen. Was wir dadurch gewinnen ist Zeit. Zeit, die all diejenigen brauchen, die sich um die Gesundheit in unserer Gesellschaft kümmern. Zeit, damit sich die am besten geeigneten Maßnahmen herauskristallisieren, die dann auch längerfristig durchgehalten werden können. Zeit, um möglichst viele Menschen über diese Maßnahmen aufzuklären und entsprechend auszurüsten. Zeit, um flächendeckende Testverfahren einzuführen. Zeit, damit sich nach und nach Grundimmunisierung der Bevölkerung erhöht. Und genug Zeit, damit das Gesundheitssystem nicht unter Überlastung zusammenbricht.

Als die sogenannte Krise begonnen hat, haben wir überlegt, ob es nicht sinnvoll ist, ein partnerschaftliches Hilfesystem ins Leben zu rufen. Doch wie eigentlich nicht anders zu erwarten, haben uns die Ereignisse ziemlich rasant überholt. Beispielsweise haben die Ultras Frankfurt in kürzester Zeit ein weitverzweigtes Unterstützungsnetzwerk ins Leben gerufen. Darüber hinaus können sich Fans, die Hilfe brauchen, jederzeit an die Eintracht wenden. Und nicht zuletzt ist unter dem Namen Corona Solidarität Frankfurt eine stadtteilübergreifende Nachbarschaftshilfe aktiv, deren Webseite in nicht weniger als 13 Sprachen übersetzt ist. Alles in allem ist die ehrenamtliche Unterstützungsstruktur so gut aufgestellt, dass es derzeit sogar mehr hilfsbereite als hilfebedürftige Menschen gibt.

Wie sieht es im Fanprojekt aus? Das Fanhaus Louisa läuft im Standbymodus. An jedem Wochentag, ist eine Person anwesend, die sich um das Notwendige kümmert. Ansonsten sind wir im Rahmen der Möglichkeiten selbstverständlich jederzeit für Euch erreichbar. Allerdings muss jetzt erst mal alles warten, was sich nicht auf virtuellem Wege, oder in persönlichen Einzelgesprächen klären lässt.  

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